Der lange Weg nach Immenstadt ::von Fritz::Allgäu Classic am 23.07.2011 – Triathlon über die Mitteldistanz in ImmenstadtSo jetzt war es also soweit – am Samstag den 23.07 startete ich zu meiner ersten Mitteldistanz, in meiner ersten Triathlon Saison, in Immenstadt im schönen Allgäu.
Prinzipiell hätte ich es ja fast nicht für möglich gehalten. Wie es wahrscheinlich vielen geht, hatte mich bis dato die erste Disziplin davon abgehalten schon eher den Versuch zu wagen, bei einem Triathlon zu starten. Ab diesem Zeitpunkte wusste ich ein Konzept fürs Training muss her, wenn ich schon so viel Zeit für das Training opfern würde. Außerdem musste ich dringend Vorbereitungswettkämpfe bestreiten, um nicht vollends unterzugehen in Immenstadt. Das Training oder der Weg dort hinAn dieser Stelle bin ich auf Ralf und die Laufstilanalyse aufmerksam geworden und schnell waren wir uns einig und ein Trainingsplan mit meiner Mitteldistanz als Höhepunkt war erstellt. Zusätzlich zu diesen Einheiten des Trainingsplans, standen auch immer Übungen zur Rumpfstabilisierung auf dem Programm. Diese „Halteübungen“ für die Rumpfmuskulatur gaben, kontinuierlich durchgeführt, das Rüstzeug längere Belastungen ohne Haltungsschmerzen durchzustehen und haben mir persönlich allgemein zu einem besseren Wohlbefinden auch abseits des Sports beigetragen. Es ist auch anzumerken, dass man mit einem strukturierten Trainigsplan erst merkt, was man als normaler Hobbysportler alles falsch macht. Prinzipiell habe ich zuvor immer mit einer viel zu hohen Intensität trainiert und war regelmäßig nach dem Training ausgebrannt und fertig. Dies war auch nötig, da ich jetzt erst bemerkte auf welchen Wettkampf ich mich eingelassen hatte. Jetzt aber noch kurz zum Wettkampfverlauf:Da ich jetzt weiß, dass der Wetterbericht in letzter Zeit doch ziemlich oft richtig liegt, kündigte sich also ein Wettkampf unter Dauerregen an. Na toll – aber was solls. SchwimmenDas schwimmen war in dem großen Alpsee nach meinem Erlebnis in Kallmünz, wo Freiraum ein Fremdwort ist, kein großes Problem. Eher der Hügel den es danach zu erklimmen galt, um in die Wechselzone zu gelangen. Schon hier deutete sich an was noch auf uns zukommen würde. Der Dauerregen hatte das Hüglchen unter dem Ansturm der Athleten in einen Schlammhaufen verwandelt. Beim ersten Wechsel des Tages passierte mir meine erste Fehlentscheidung. Aufgrund der Temperaturen hatte ich mich schon für ein Kompressionsshirt unter dem Zweiteiler entschieden aber aufgeheizt vom schwimmen griff ich dann im Wechselbeutel nur noch zu einer armlosen Laufweste. Das sollte ich noch bereuen. RadfahrenBei strömenden Regen gings ab auf´s Rad und nach kurzen einrollen kam dann gleich der Kalvarienberg. 500m mit 15-19% Steigung. Hier war trotz dem schlechten Wetter die Stimmung einmalig und unter dem Klang der Ratschen und Kuhglocken stemmten wir uns den Berg hinauf. Dann gings raus ins schöne Allgäuer "Hügel"-Land und bei Kilometer 20 erst mal für 3,5 Kilometer bergauf. Ach ja es regnet noch immer! Auf ca. 1100m war´s dann auch nicht mehr ganz so „warm“ und hier bemerkte ich dann auch zum ersten mal das es verdammt kalt war und eine einfache Regenjacke Gold wert gewesen wäre. LaufenDer zweite Wechsel war unter der Bedingung, dass ich mich fast nicht mehr bewegen konnte ein Drama. Bücken? Ja schon aber wie soll ich wieder hochkommen? Da Schuhe mit klammen bewegungsunfähigen Fingern an zu ziehen war wieder eine der unzähligen Herausforderungen des heutigen Tages.
ZieleinlaufEndlich Zieleinlauf. Nach einer letzten Runde im vollen Stadion hatte ich überglücklich mein Saisonziel erreicht und finishte die „29. Allgäu Classics“ in Immenstadt mit 5:21:50. An dieser Stelle möchte ich mich ausdrücklich nochmal bei Ralf bedanken, für den wirklichen tollen Trainingsplan, der wirklich top auf mich abgestimmt war. PS: Viele meiner Freunde fragten mich ob ich danach krank geworden bin. Nur so viel: Ans krank werden hatte ich nicht einen Gedanken verschwendet und auch wirklich nichts abbekommen. Ein weiteres Zeugnis wie ich finde, dass ich dank Ralf, top vorbereitet gestartet bin.
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